Louise A. Hitchcock, Aren M. Maeir: Rethinking the Philistines: A 2017 Perspective. In: Oded Lipschits u.a. (Hrsg.): Rethinking Israel. Studies in the Archaeology and History of Ancient Israel in Honor of Prof. Israel Finkelstein. Eisenbrauns, Winona Lake (Ind) 2017, ISBN 978-1-57506-787-2. S.250.
Tell Hadid wird aktuell noch ausgegraben. Klar ist zunächst, dass die Assyrer hier mehrere aus anderen Ländern deportierte Menschen ansiedelten. Außerdem wurden aber auch eine Favissa mit kultischer Keramik gefunden, die gut spätphilistäisch sein kann (eine Analyse wurde noch nicht veröffentlicht). Vor allem wurden mehrere Ölpressen gefunden; mindestens wird Tell Hadid also wirtschaftlich an das Olivenöl-Zentrum Ekron angebunden gewesen sein. Vgl. Ido Koch u.a. (2020): Forced Resettlement and Immigration at Tel Hadid. In: Biblical Archaeology Review. Band 46, Nr. 3, 2020, S. 28–37.
Israel Finkelstein (1994): The Archaeology of the Days of Manasseh. In: Michael D. Coogan u.a. (Hrsg.): Scripture and Other Artifacts. Essays on the Bible and Archaeology in Honor of Philip J. King. Westminster John Knox Press, Louisville 1994, ISBN 0-664-22036-3, S. 172–174, 179–180.
Eleanor F. Beach, Adi Erlich (2022): Persian Period Figurines. In: Seymour Gitin u.a.: Tel Miqne-Ekron Excavations 1994–1996. Field IV Upper and Field V. The Elite Zone. Part 1: Iron Age IIC Temple Complex 650. Eisenbrauns, University Park 2022.
Zur historischen Einordnung vgl. Łukasz Niesiołowski-Spanò (2016): Antiochus IV Epiphanes and the Jews – A Reassessment. In.: Ingrid Hjelm, Thomas L. Thompson (Hrsg.): History, Archaeology and the Bible Forty Years after „Historicity“. Routledge, London 2016.
Nach: Larence E. Stager u. a.: Ashkelon 1. Introduction and Overview (1985 -2006). Eisenbrauns, Winona Lake 2008, ISBN 978-1-57506-929-6. S. 21. Die „byzantinische und frühe islamische Zeit (früh)“ heißt dort nur „byzantinische Zeit“. Man ist heute aber der Ansicht, dass die byzantinische Keramik, mithilfe derer man lange archäologische Schichten von Ausgrabungsstätten in die byzantinische Zeit datiert hat, auch noch in der frühislamischen Zeit produziert wurde. Archäologisch lässt sich die byzantinische Zeit nicht von der frühen frühislamischen Zeit unterscheiden. Vgl. Jodi Magness: The Archaeology of the Early Islamic Settlement in Palestine. Eisenbrauns, Winona Lake 2003, ISBN 978-1-57506-070-5. S. 1f.; Itamar Taxel: Rural Settlement Processes in Central Palestine, ca. 640–800 C.E.: The Ramla-Yavneh Region as a Case Study. In: Bulletin of the American Schools of Oriental Research. Band 369, 2013. S. 157–199, hier 159.
Debra Foran: Byzantine and Early Islamic Jaffa. In: Martin Peilstöcker, Aaron A. Burke (Hrsg.): The History and Archaeology of Jaffa 1. Cotsen Institute of Archaeology Press, Los Angeles 2011. S.112–116.
Debra Foran: Byzantine and Early Islamic Jaffa. In: Martin Peilstöcker, Aaron A. Burke (Hrsg.): The History and Archaeology of Jaffa 1. Cotsen Institute of Archaeology Press, Los Angeles 2011. S.121.
Adrian J. Boas: Frankish Jaffa. In: Martin Peilstöcker, Aaron A. Burke (Hrsg.): The History and Archaeology of Jaffa 1. Cotsen Institute of Archaeology Press, Los Angeles 2011. S.124.
Zur grundsätzlich problematischen Ausgrabung in Aschdod siehe Jeffrey P. Hudon (2016): The Expansion of Judah Under Uzziah into Philistia: The Historical Credibility of 2 Chronicles 26:6–7a in Light of Archaeological Evidence. Dissertation, S. 283–291. Bei Gat ist das Hauptproblem, dass das zentrale Argument für eine judäische Eroberung sechs typisch judäische sog. „lmlk-Krughenkel“ sind (vs. z.B. 52 im viel kleineren Geser), die keiner archäologischen Schicht zugeordnet werden konnten, während gleichzeitig der Tatsache, dass weiterhin Schweinefleisch verzehrt wurde (Aren M. Maeir (2012): Tell es-Safi/Gath I: The 1996–2005 Seasons. Harrassowitz, Wiesbaden 2012, S. 379.), was für Philister und nicht für Judäer typisch wäre, wenig Gewicht beigemessen wird. Siehe zu einem ähnlichen lmlk-Henkel-Fall die Diskussion von Ernst A. Knauf (2002): Who Destroyed Beersheba II? In: Ernst A. Knauf, Ulrich Hübner (Hrsg.): Kein Land für sich allein. Studien zum Kulturkontakt in Kanaan, Israel/Palästina und Ebirnâri für Manfred Weippert zum 65. Geburtstag. Universitätsverlag / Vandenhoeck & Ruprecht, Freiburg / Göttingen 2002, ISBN 3-525-53043-9, S. 182–186. (PDF: 29,7 MB). Zu weiteren Problemen von Maeirs Interpretation vgl. wieder Hudon (2016), S. 223–229.
Vgl. Diodor, Bibliotheca Historica XIX 94: „[Die Araber] nennen das unbesiedelte Land, das weder Flüsse noch reichliche Quellen hat, (…) ihre Heimat. (… Unter ihnen gilt für die Nabatäer:) Viele von ihnen pflegen, Weihrauch und Myrrhe und die kostbarsten der Gewürze zum Meer hinabzubringen[, wo es dann offenbar von anderen gekauft oder verschifft wird].“ So stellt es sich z.B. Israel Eph'al vor: Herodot würde hier primär sagen, dass die Region um Gaza am Ende der arabischen Handelsroute liegt und Umschlagplatz für arabische Waren ist: Israel Eph'al: The Ancient Arabs. Nomads on the Borders of the Fertile Crescent, 9th-5th Century B.C. E.J. Brill, Leiden 1982. S. 195f.
Katja Soennecken (2021): Tell es-Sa‘īdīje. In: WiBiLex. Abgerufen am 25. Januar 2024.
Nach Surveys haben sich in der Schefela vom 8. auf das 7.Jhd. die Zahl der Siedlungen von über 250 auf 38 reduziert, im Ajalon-Tal von 42 auf 21, und viele dieser noch verbliebenen Orte mussten nach dem assyrischen Feldzug erst neu errichtet werden. Vgl. die beiden Karten zum 9. und 8.Jhd. bei Erasmus Gaß (2019): Schefela. In: WiBiLex. Abgerufen am 27. Januar 2024.
Thomas Wagner: Exil / Exilszeit. In: WiBiLex, Abs. 3.2.1.; abgerufen am 25. Februar 2024.
So Rainey, der darauf hingewiesen hat, dass Pseudo-Skylax z.B. mit Karthago, Myriandos und den Städten nördlich von Phönizien bis hinauf nach Kilikien auch klar politisch autonome Städte als „Städte der Phönizier“ bezeichnet: Anson F. Rainey: The Satrapy „Beyond the River“. In: Australian Journal of Biblical Archaeology. Band 1, Nr. 2, 1969. S. 51–78, hier 68f.
Othmar Keel, Max Küchler, Christoph Uehlinger: Orte und Landschaften der Bibel. Ein Handbuch und Studien-Reiseführer zum Heiligen Land. Band 1: Geographisch-geschichtliche Landeskunde. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1984, ISBN 3-525-50166-8, S. 279 f. (online).
Zwei weitere Argumente, die gelegentlich gegen Stager als den Hauptvertreter des „Mythos vom leeren Land“ angeführt werden, sind: (3) Die Keramik, mit deren Hilfe in der Archäologie Siedlungsphasen datiert werden, lässt keine klaren Datierungen von Siedlungsphasen in die späte Assyrerzeit vs. die Babylonierzeit vs. die frühe Perserzeit zu, da die meisten keramischen Formen der späten Assyrerzeit sich auch noch in der frühen Perserzeit finden. Wann genau der Wiederaufbau in der Philistäa begann, lässt sich daher archäologisch nicht erschließen; archäologisch gesehen könnte er direkt nach der Zerstörung durch die Babylonier begonnen haben. Vgl. Peter James (2004): The Assyrian, Babylonian and Persian Periods in Palestine. In: Bulletin of the Anglo-Israel Archaeological Society. Band 22, 2004, S. 47–58, hier 49.
(4) Phönizische Präsenz ist durch Texte nur für die Städte Aschkelon und Jaffa belegt (s.u.). In diesen beiden Städten ist die phönizische Kultur in der nächsten Epoche auch wirklich deutlich feststellbar (s. auf der Seite Religion der Philister). In anderen Orten ist das aber nicht der Fall; die Phönizier-Forscherin Josette Elayi etwa entdeckt gerade in der Hauptstadt Aschdod sowie in Tell Qasile und Bat Jam direkt nördlich und südlich von Jaffa „keine Spur von phönizischer Präsenz“: Josette Elayi: Studies in Phoenician Geography during the Persian Period. In: Journal of Near Eastern Studies. Band 41, Nr. 2, 1982, S. 83–110, hier 104. Vgl. zu Aschdod ebenso Felix Hagemeyer: Aschdod und Jerusalem. Eine archäologische und exegetische Untersuchung zu den Beziehungen von südpalästinischer Küstenebene und judäischem Bergland. Mohr Siebeck, Tübingen 2023, ISBN 978-3-16-162332-5. S. 130.
So die Annalen von Tukulti-apil-Ešarras Sohn Šarru-kīns II.: „Azuri, der König von Aschdod, hat Pläne geschmiedet, keine Tributszahlungen mehr zu leisten, und sandte Botschaften der Feindschaft an die Könige um ihn. Wegen diesem Übel, das er getan hat, machte ich seiner Herrschaft über die Bürger seines Landes ein Ende und machte Ahimitu, seinen Bruder, zum König über sie: (…) In meinem Zorn (…) eilte ich nach Aschdod, seiner Königsstadt. Ich belagerte die Städte Aschdod, Gat und Aschdod-Jam, und nahm sie ein. (…) Dann baute ich ihre Städte neu auf und siedelte dort Menschen aus den Ländern an, die ich erobert hatte. Meinen Beamten machte ich zu ihrem Gouverneur.“ (Šarru-kīn II.: Annalen. Übersetzung nach David D. Luckenbill (1927): Ancient Records of Assyria and Babylonia. Volume II: Historical Records of Assyria. From Sargon to the End. The University of Chicago Press, Chicago 1927, S. 13 [PDF: 22,5 MB]). Aus dem zitierten Abschnitt ist auch gelegentlich darauf geschlossen worden, dass Gat nach der Eroberung durch Hasael in die Abhängigkeit von Aschdod gekommen sei (so z.B. Erasmus Gaß (2009): Achisch von Gat als politische Witzfigur. In: Theologische Quartalschrift. Band 3, 2009, S. 210–242, hier 233 f.) Ein kürzlich gefundenes Stempelsiegel mit der Aufschrift „[gehört] dem König von Gat“, das offenbar aus dem 8. oder 7.Jhd. stammt, macht nun aber wahrscheinlich, dass Gat auch weiterhin eigenständiger Stadtstaat mit einem eigenen König war (s. Aren M. Maeir (2010): LMLK Gath bulla?; abgerufen am 29. Januar 2024.) Eher muss man daher annehmen, dass der König von Gat zu den Königen um Azuri gehörte, sich dessen Pläne zu Eigen gemacht hatte und daher ebenfalls von Šarru-kīn bestraft werden musste.
So die Annalen von Tukulti-apil-Ešarras Sohn Šarru-kīns II.: „Azuri, der König von Aschdod, hat Pläne geschmiedet, keine Tributszahlungen mehr zu leisten, und sandte Botschaften der Feindschaft an die Könige um ihn. Wegen diesem Übel, das er getan hat, machte ich seiner Herrschaft über die Bürger seines Landes ein Ende und machte Ahimitu, seinen Bruder, zum König über sie: (…) In meinem Zorn (…) eilte ich nach Aschdod, seiner Königsstadt. Ich belagerte die Städte Aschdod, Gat und Aschdod-Jam, und nahm sie ein. (…) Dann baute ich ihre Städte neu auf und siedelte dort Menschen aus den Ländern an, die ich erobert hatte. Meinen Beamten machte ich zu ihrem Gouverneur.“ (Šarru-kīn II.: Annalen. Übersetzung nach David D. Luckenbill (1927): Ancient Records of Assyria and Babylonia. Volume II: Historical Records of Assyria. From Sargon to the End. The University of Chicago Press, Chicago 1927, S. 13 [PDF: 22,5 MB]). Aus dem zitierten Abschnitt ist auch gelegentlich darauf geschlossen worden, dass Gat nach der Eroberung durch Hasael in die Abhängigkeit von Aschdod gekommen sei (so z.B. Erasmus Gaß (2009): Achisch von Gat als politische Witzfigur. In: Theologische Quartalschrift. Band 3, 2009, S. 210–242, hier 233 f.) Ein kürzlich gefundenes Stempelsiegel mit der Aufschrift „[gehört] dem König von Gat“, das offenbar aus dem 8. oder 7.Jhd. stammt, macht nun aber wahrscheinlich, dass Gat auch weiterhin eigenständiger Stadtstaat mit einem eigenen König war (s. Aren M. Maeir (2010): LMLK Gath bulla?; abgerufen am 29. Januar 2024.) Eher muss man daher annehmen, dass der König von Gat zu den Königen um Azuri gehörte, sich dessen Pläne zu Eigen gemacht hatte und daher ebenfalls von Šarru-kīn bestraft werden musste.
Zur typisch phönizischen Bauweise mit Quaderstein s. Lawrence E. Stager u. a.: Stratigraphic Overview. In: Ders. u.a. (Hrsg.): Ashkelon 1. Introduction and Overview (1985–2006). Eisenbrauns, Winona Lake (Ind) 2008, ISBN 978-1-57506-929-6, S. 282: Zur Perserzeit wurden gerade die alten Quadersteine wiederverwendet.
Sowohl vor als auch nach der Zeit der Babylonier war überwiegend mit phönizischer Schrift geschrieben worden; aus beiden Perioden finden sich nur zwei hebräische Inschriften, alle anderen sind phönizisch: Frank Moore Cross (2008): Inscriptions in Phoenician and Other Scripts. In: Lawrence E. Stager u.a. (Hrsg.): Ashkelon 1. Introduction and Overview (1985–2006). Eisenbrauns, Winona Lake (Ind) 2008, ISBN 978-1-57506-929-6. Nr. 1.1–2.13–14.
Vgl. Laurie E. Pearce (2015): Identifying Judeans and Judean Identity in the Babylonian Evidence. In: Jonathan Stökl, Caroline Waerzeggers (Hrsg.): Exile and Return. The Babylonian Context. Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston 2015, S. 13 f., Fußnote 27 (PDF: 1,6 MB).
Seymour Gitin (2018): Philistia in the Late Iron Age II: The Development of the Ceramic Assemblage. In: Zev I. Farber, Jacob L. Wright (Hrsg.): Archaeology and History of Eighth-Century Judah. SBL Press, Atlanta 2018. (PDF, 36,8 MB).
So die Annalen von Tukulti-apil-Ešarras Sohn Šarru-kīns II.: „Azuri, der König von Aschdod, hat Pläne geschmiedet, keine Tributszahlungen mehr zu leisten, und sandte Botschaften der Feindschaft an die Könige um ihn. Wegen diesem Übel, das er getan hat, machte ich seiner Herrschaft über die Bürger seines Landes ein Ende und machte Ahimitu, seinen Bruder, zum König über sie: (…) In meinem Zorn (…) eilte ich nach Aschdod, seiner Königsstadt. Ich belagerte die Städte Aschdod, Gat und Aschdod-Jam, und nahm sie ein. (…) Dann baute ich ihre Städte neu auf und siedelte dort Menschen aus den Ländern an, die ich erobert hatte. Meinen Beamten machte ich zu ihrem Gouverneur.“ (Šarru-kīn II.: Annalen. Übersetzung nach David D. Luckenbill (1927): Ancient Records of Assyria and Babylonia. Volume II: Historical Records of Assyria. From Sargon to the End. The University of Chicago Press, Chicago 1927, S. 13 [PDF: 22,5 MB]). Aus dem zitierten Abschnitt ist auch gelegentlich darauf geschlossen worden, dass Gat nach der Eroberung durch Hasael in die Abhängigkeit von Aschdod gekommen sei (so z.B. Erasmus Gaß (2009): Achisch von Gat als politische Witzfigur. In: Theologische Quartalschrift. Band 3, 2009, S. 210–242, hier 233 f.) Ein kürzlich gefundenes Stempelsiegel mit der Aufschrift „[gehört] dem König von Gat“, das offenbar aus dem 8. oder 7.Jhd. stammt, macht nun aber wahrscheinlich, dass Gat auch weiterhin eigenständiger Stadtstaat mit einem eigenen König war (s. Aren M. Maeir (2010): LMLK Gath bulla?; abgerufen am 29. Januar 2024.) Eher muss man daher annehmen, dass der König von Gat zu den Königen um Azuri gehörte, sich dessen Pläne zu Eigen gemacht hatte und daher ebenfalls von Šarru-kīn bestraft werden musste.
Übersetzung nach David D. Luckenbill (1924): The Annals of Sennacherib. The University of Chicago Press, Chicago 1927, S. 70 (PDF: 6,0 MB).
penelope.uchicago.edu
Vgl. Diodor, Bibliotheca Historica XIX 94: „[Die Araber] nennen das unbesiedelte Land, das weder Flüsse noch reichliche Quellen hat, (…) ihre Heimat. (… Unter ihnen gilt für die Nabatäer:) Viele von ihnen pflegen, Weihrauch und Myrrhe und die kostbarsten der Gewürze zum Meer hinabzubringen[, wo es dann offenbar von anderen gekauft oder verschifft wird].“ So stellt es sich z.B. Israel Eph'al vor: Herodot würde hier primär sagen, dass die Region um Gaza am Ende der arabischen Handelsroute liegt und Umschlagplatz für arabische Waren ist: Israel Eph'al: The Ancient Arabs. Nomads on the Borders of the Fertile Crescent, 9th-5th Century B.C. E.J. Brill, Leiden 1982. S. 195f.
Michał Marciak (2017): Idumea and the Idumeans in Josephus’ Story of Hellenistic-Early Roman Palestine (Ant XII–XX). In: Aevum. Band 91, Nr. 1, 2017, S. 171–193, hier 185f. (PDF: 1 MB): „An important passage not only about individuals from Idumea but about Idumean culture in general can be found in Ant. XV 253–258, where Josephus describes the Kostobar conspiracy. (…) Kostobar is presented as Idumean by birth (…), and as stressing the traditions of his forefathers (…), especially the priesthood of deity Qos. Indeed, Qos (Qaws) was the national deity of the Edomites in the Iron Age, but his cult is also attested later. (…) Recent archaeological excavations brought into light remarkable findings in Idumea itself. Two sanctuaries built in Hebron and Mamre in the reign of Herod the Great were identified, and at Mamre a small altar with the name Qos inscribed on the back was found. It follows that these sanctuaries may have been places of Idumean national practices. The episode about Kostobar and the archaeological attestations of the cult of the Idumean national deity Qos clearly testify to the persistence of Idumean ancestral traditions, despite the conversion of the Idumeans to Judaism.“
Ein Beispiel: Hieronymus: Leben des hl. Einsiedlers Hilarion I 2: „Hilarion stammte aus dem Flecken Thabatha, der ungefähr fünf Meilen südlich von Gaza, einer Stadt in Palästina, liegt. Da seine Eltern dem Götzendienst ergeben waren, kann man von ihm sagen, er sei eine Rose, die auf einem Dornstrauch blühte. (…) Noch wichtiger ist, dass er an den Herrn Jesus glaubte und keine Freude an den Rohheiten des Zirkus, an der blutgetränkten Arena und am Theaterluxus fand. Sein ganzes Sinnen und Trachten bewegte sich um den kirchlichen Gottesdienst.“
Zur grundsätzlich problematischen Ausgrabung in Aschdod siehe Jeffrey P. Hudon (2016): The Expansion of Judah Under Uzziah into Philistia: The Historical Credibility of 2 Chronicles 26:6–7a in Light of Archaeological Evidence. Dissertation, S. 283–291. Bei Gat ist das Hauptproblem, dass das zentrale Argument für eine judäische Eroberung sechs typisch judäische sog. „lmlk-Krughenkel“ sind (vs. z.B. 52 im viel kleineren Geser), die keiner archäologischen Schicht zugeordnet werden konnten, während gleichzeitig der Tatsache, dass weiterhin Schweinefleisch verzehrt wurde (Aren M. Maeir (2012): Tell es-Safi/Gath I: The 1996–2005 Seasons. Harrassowitz, Wiesbaden 2012, S. 379.), was für Philister und nicht für Judäer typisch wäre, wenig Gewicht beigemessen wird. Siehe zu einem ähnlichen lmlk-Henkel-Fall die Diskussion von Ernst A. Knauf (2002): Who Destroyed Beersheba II? In: Ernst A. Knauf, Ulrich Hübner (Hrsg.): Kein Land für sich allein. Studien zum Kulturkontakt in Kanaan, Israel/Palästina und Ebirnâri für Manfred Weippert zum 65. Geburtstag. Universitätsverlag / Vandenhoeck & Ruprecht, Freiburg / Göttingen 2002, ISBN 3-525-53043-9, S. 182–186. (PDF: 29,7 MB). Zu weiteren Problemen von Maeirs Interpretation vgl. wieder Hudon (2016), S. 223–229.