Der Psychoanalytiker Bernd Nitzschke konstatierte, Stirner nehme zum Problem der Individuation „ein sehr modernes Wissen“ vorweg. Er schreibe, „als hätte er ein modernes psychoanalytisches Lehrbuch … gelesen.“ (in: Die Liebe als Duell, Rowohlt, Reinbek 1991, S. 18). – Bernd A. Laska geht auf dieses Problem genauer ein in Die Negation des irrationalen Über-Ichs bei Max Stirner, zuerst unter dem Titel Max Stirner als „pädagogischer Anarchist“, in: Anarchismus und Pädagogik. Studien zu einer vergessenen Tradition, hrsg. von Ulrich Klemm. dipa-Verlag, Frankfurt am Main 1991, S. 33–44.
Alexander Stulpe: Gesichter des Einzigen. Max Stirner und die Anatomie moderner Individualität. Duncker & Humblot, Berlin 2010, S. 935; dazu Rezensionsessay von Bernd A. Laska: Der Stachel Stirner (PDF; 47kB). In: Aufklärung und Kritik, 17. Jg., Band 4, 2010, S. 272–279.