Siehe zum kleinen matrilinearenLak-Volk auf der Insel Neuirland:
Steven M. Albert: Lak – Kinship. In: Countries and Their Cultures. Gale Group, USA, 1996, abgerufen am 9. August 2014 (englisch, ethnosoziologische Übersicht; der Autor verfasste seine Doktorarbeit über die Lak).
Siehe zum kleinen matrilinearenNissan-Volk auf der Insel Nissan:
Steven R. Nachman: Nissan – Kinship. In: Countries and Their Cultures. Gale Group, USA, 1996, abgerufen am 9. August 2014 (englisch, ethnosoziologische Übersicht; der Autor ist Professor für Anthropologie).
Das ausgeführte Beispiel der Verwandtschaftsbezeichnungen entstammt: John Lynch: Pacific Languages. An Introduction. University of Hawaii Press, Honolulu 1998, ISBN 978-0-8248-1898-2, S. 251–257: Kapitel 11.3.1 Language, Society, and Culture in the Pacific Context: Nijamal Kinship Terms (englisch; Seitenansichten in der Google-Buchsuche).
Gabriele Rasuly-Paleczek: Hälften- und Sektionen-Organisation. (PDF; 1,9 MB) In: Einführung in die Formen der sozialen Organisation. Teil 2/5, Universität Wien, 2011, S. 79–80, archiviert vom Original am 21. Oktober 2013; abgerufen am 9. August 2014: „Eine Gliederung der Gesellschaft in Moieties liegt dann vor, wenn die gesamte Gesellschaft auf der Basis einer unilinearen Deszendenzregel (entweder patrilinearer oder matrilinearer Deszendenz) in zwei Hälften (Moieties) gegliedert ist. Im Allgemeinen sind die Moieties exogam, d. h. ein Individuum muß seinen Partner immer aus der anderen Hälfte suchen. Z. B. ein Mitglied der Moiety A muß seinen Partner aus der Moiety B suchen und vice versa. »Die Moieties können eine bloße klassifikatorische Einrichtung sein, durch welche Menschen in die eine oder andere Kategorie eingeteilt werden, oder aber eine Gruppeneinteilung, wobei die Gesellschaft für einen bestimmten Zweck oder zu mehreren Zwecken in zwei Gruppen zerfällt. Die Zweiteilung kann auf Deszendenz oder auf irgendeinem anderen Prinzip beruhen (z. B. ›Winter- und Sommer‹-Leute, ›Ost- und West‹-Leute, ›rote und schwarze‹ Leute.)« (VIVELO 1981:S.230) Hälftenorganisation gibt es z. B. bei einzelnen nord- und südamerikanischen Gruppen sowie bei den australischen Aborigines. […] Für Gesellschaften, die eine derartige Gliederung in Hälften (Moieties) besitzen, wird in der Ethnologie auch der Begriff Dual-Organisation bzw. Dualsystem verwendet. (vgl. VIVELO 1981:S.230) Insgesamt gibt es recht beträchtliche Variationen der Formen, Funktionen und sozialen Rollen, die von Moities ausgeführt werden. Zu den ausführlichsten Beispielen der Dualorganisation gehören jene, die unter den Aborigines Australiens gefunden wurden, wo die Dualorganisation im Allgemeinen der Regelung von Heiraten, der Zuweisung der rituel[l]en Verpflichtungen und der Klassifikation der Natur dient. (BARNARD/SPENCER 1997:S.166) […] Abschließend ist bezüglich der Dualorganisation noch anzumerken, daß diese auch ohne die Gliederung in Hälften vorkommen kann. […] Auch die Moieties können ihrerseits wieder in Untereinheiten, wie z. B. Phratie, Sippe bzw. Klan und Lineage gegliedert sein“.
Gabriele Rasuly-Paleczek: Hälften- und Sektionen-Organisation. (PDF; 1,9 MB) In: Einführung in die Formen der sozialen Organisation. Teil 2/5, Universität Wien, 2011, S. 79–80, archiviert vom Original am 21. Oktober 2013; abgerufen am 9. August 2014: „Eine Gliederung der Gesellschaft in Moieties liegt dann vor, wenn die gesamte Gesellschaft auf der Basis einer unilinearen Deszendenzregel (entweder patrilinearer oder matrilinearer Deszendenz) in zwei Hälften (Moieties) gegliedert ist. Im Allgemeinen sind die Moieties exogam, d. h. ein Individuum muß seinen Partner immer aus der anderen Hälfte suchen. Z. B. ein Mitglied der Moiety A muß seinen Partner aus der Moiety B suchen und vice versa. »Die Moieties können eine bloße klassifikatorische Einrichtung sein, durch welche Menschen in die eine oder andere Kategorie eingeteilt werden, oder aber eine Gruppeneinteilung, wobei die Gesellschaft für einen bestimmten Zweck oder zu mehreren Zwecken in zwei Gruppen zerfällt. Die Zweiteilung kann auf Deszendenz oder auf irgendeinem anderen Prinzip beruhen (z. B. ›Winter- und Sommer‹-Leute, ›Ost- und West‹-Leute, ›rote und schwarze‹ Leute.)« (VIVELO 1981:S.230) Hälftenorganisation gibt es z. B. bei einzelnen nord- und südamerikanischen Gruppen sowie bei den australischen Aborigines. […] Für Gesellschaften, die eine derartige Gliederung in Hälften (Moieties) besitzen, wird in der Ethnologie auch der Begriff Dual-Organisation bzw. Dualsystem verwendet. (vgl. VIVELO 1981:S.230) Insgesamt gibt es recht beträchtliche Variationen der Formen, Funktionen und sozialen Rollen, die von Moities ausgeführt werden. Zu den ausführlichsten Beispielen der Dualorganisation gehören jene, die unter den Aborigines Australiens gefunden wurden, wo die Dualorganisation im Allgemeinen der Regelung von Heiraten, der Zuweisung der rituel[l]en Verpflichtungen und der Klassifikation der Natur dient. (BARNARD/SPENCER 1997:S.166) […] Abschließend ist bezüglich der Dualorganisation noch anzumerken, daß diese auch ohne die Gliederung in Hälften vorkommen kann. […] Auch die Moieties können ihrerseits wieder in Untereinheiten, wie z. B. Phratie, Sippe bzw. Klan und Lineage gegliedert sein“.