Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte, Band 51. Landesgeschichtl. Vereinigung, 2001, S.66: „Da dies veraltete und jetzt unbekannte Namen sind; so bezeichnet man izo der Stadt Gränzen also: Gegen Morgen gränzt sie vor dem Berliner Thor mit dem Königlichen Amte hinter den goldnen Stern bis an den Nonnendamm und geht die Gränze zur Rechten herum durch das vorgenannte Waßer, der Crowel oder Crewel genannt (welches ein Arm ist den die Havel macht)[…]“.
Philipp Frank: Theodor Fontane und die Technik. S. 158. „Ende der 1890er Jahre siedelte das Unternehmen auf ein an der Unterspree gelegenes Wiesenland, den Nonnendamm, wo in den Folgejahren Siemensstadt entstand.“ Abgerufen am 1. Mai 2015.
Für die Ansiedlung der Arbeiter von Siemens entstand westlich des Stadtkreises Spandau ein Stadtbezirk Nonnendamm der Stadt Charlottenburg. „Bereits im Jahre 1899 hatte Siemens am neuen Standort eine ‚Wohnkolonie‘ für ihre Beschäftigten in Erwägung gezogen, war jedoch an den Widerständen Charlottenburgs und Spandaus gescheitert (Charlottenburg befürchtete die ‚Zersiedlung‘ ihres noblen Villenortes Westend und Spandau Folgekosten); Mitte 1904 erteilte Spandau dann die Ansiedlungsgenehmigung. Die im Auftrage von Siemens tätige Märkische Bodengesellschaft erschloss das von der Firma zur Verfügung gestellte Areal und begann mit freien Architekten und Baumeistern im Herbst 1904 mit dem Bau erster Wohnblöcke zwischen Ohmstraße, Hefnersteig und Reisstraße.“ Karl-H. Bienek: Die Siemensstadt. diegeschichteberlins.de; abgerufen am 1. Mai 2015.
Siemensstadt. Geschichte Berlins; abgerufen am 1. Mai 2015.
Aus einem Schreiben der Polizeiverwaltung Spandau an den Magistrat der Stadt Spandau vom 2.April 1914 ist ersichtlich, dass die Fortsetzung des Nonnendamms nach Westen nach dem Ausbau auf dem damaligen Spandauer Gebiet bereits als Nonnendamm-Allee (später: Nonnendammallee) bezeichnet wird. Mit dem Zusatz „Allee“ sollte dem großzügig erfolgten Ausbau der Straße Rechnung getragen werden. zit. nach Nonnendammallee. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beimKaupert)
Nonnendamm. In: Berliner Adreßbuch, 1910, Teil 5, Charlottenburg, S.109. „/ ← Tegeler Weg → / Wünsche’sches Haus, Stätteplatz der Bahnhof Jungfernheide Boden Akt.Ges., Baustellen, Beamtenhaus der Schleusenverwaltung mit dem Bureau der Schleuse Nonnendamm, Baustellen, Gärtnerei, Baustellen / ← Kolonie Nonnendamm → / Baustellen, Mann’sches Haus, Grundstück der Berl. Hartsteinwerke, Baustellen, Ulrich’sches Haus: mit sieben Bewohnern (Haushaltsvorstände), der Automobil Ges. Faltin & Co, Berl. Dampfkesselfabrik R. Bernau & Co., Möbelfabrik Schulz & Co., Sparmotorwerke Gödele & Schellmann, sowie eine Filiale der Siemens & Halske Wernerwerk A.G., Pumpwerk nördlich der Spree der Stadt Charlottenburg, Stätteplatz der Stadt Charlottenburg, Urban- & Lemmsches Haus mit sechs Haushaltsvorständen (Werkführer, Prokurist, Maschinist, Kutscher, der Witwe L. Lemm und dem Gastwirt Guggenberger) sowie der Chem. Fabrik Urban & Lemm, Baustellen / ← Tegeler Weg →“.
Nonnenwiese. In: Berliner Adreßbuch, 1910, Teil 5, Charlottenburg, S.109. „/ ← Nonnendamm → / Barth’sches Haus mit fünf Bewohnern, Jacob’sches Haus: das vom Mästereibesitzer J. Rietz verwaltet wird und in dem der Kutscher und der Futtermeister als Bewohner genannt sind, Luftbad „Nüpi“ des Heilanstaltbesitzers G.Kätzle, der im Wünsche’schen Haus am Nonnendamm wohnt.“.
Nonnendamm und Nonnenwiese. In: Berliner Adreßbuch, 1910, Teil 5, Charlottenburg, S.45. „Stadtbezirk: Nonnendamm, Gemeinde-Waisenrathsbezirk: 11a, Armenkommission: 7, Poliz-Revier: 12, Standesamt: 3, Medizinal-Bezirk: 13, Postamt: Charlottenburg 1“.
Nonnendamm im Stadtkreis Spandau (Kolonie Nonnendamm). In: Berliner Adreßbuch, 1911, Teil 5, Kolonie Nonnendamm, S.349. „(Gemarkung Sternfeld) / Grundstück der Siemens-Schuckert-Werke (E: Siemens-Schuckert-Werke) / Wohnhaus d. Baugenossensch. Charlottenburg (E: Charlottenburger Baugenossensch E.G.m.b.H., V: Ingenieur R. Bieneck, 28 Mieter) / (Rohrdamm) / Baustellen / (Straße 1) / Baustellen / (Straße 1a) / Baustellen / Kühne’sches Haus (E: Bauuntern. P. Kühne aus Brunnenstraße, neun Mieter und T.) / (Brunnenstraße) / Baustellen / (Straße 2a) / Baustellen / (Voltastraße) / Neubau (E: Zimmerstr. O. Plamann aus Voltastraße 5) / (Märkischer Steig) / (Reisstraße) / (Hefnersteig) / Baustelle / (Ohmstraße) / Baustellen / (Siemensstraße) / Baustellen // Gemarkung Charlottenburg // Baustellen / Hertling’sches Haus (E: Spediteur E. Hertling aus Charlottenburg, T: Spedition F. Bennendorf Nachf.) / Baustellen / (Brunnenstraße) / Baustellen / Neubau (E: Frau E. v. Voß aus Berlin) / (Projekt. Straße) / Rudat’sches Haus (E: Baugesch. D. Rudat, neun Mieter) / (Rohrdamm) / Baustellen / Verwaltungsgeb. d. Siemens-Schuckert-Werke (E: Siemens-Schuckert-Werke) / Baustellen (Gemarkung Haselhorst)“.
Nonnendamm. In: Berliner Adreßbuch, 1911, Teil 5, Charlottenburg, S.117. „(Tegeler Weg) / Wünsche’sches Haus (E: Stadt Charlottenburg, sieben Mieter) / Stätteplatz (E: Bahnhof Jungfernheide Boden Akt. Ges.) / Baustellen / Beamtenhaus der Schleusenverwaltung (E: Fiskus, Bureau der Nonnendammschleuse, Schleusengeldhebestelle, Schleusenmstr. K. Bischoff, Schleusenverwalt. W. Kirbach) / Baustellen / Scheider’sches Haus (E: Gastwirt F. Hinz) / Gärtnerei / Baustellen / Streu’sches Haus (E: Schankwirt C. Streu) / Baustellen / Mann’sches Haus (E: Rentier W. Mann aus Christstr. 17, V: Schankwirt J. Frisch) // (Kolonie Nonnendamm) // Siemens-Schuckertwerke (geh. z. Kolonie Nonnendamm) / Baustellen / Grundstück der Berl. Hartstein-Werke (E: Berliner Hartsteinwerke G.m.b.H., V: Werkführ. R. Borgemann, Kalksandsteinfabrik Dalchow & Haukelt) / Grundstück der Mörtelwerke Nonnendamm (E: Spediteur Hertling aus Sophie-Charlotten-Straße 16) / Baustellen / Ulrich’sches Haus (E: Kfm M. Ulrich aus Düsseldorf, Architekt G. Ulrich aus Spandauer Straße 16 und Kfm. E. Ulrich aus Schloßstraße 18; neun Mieter und Filiale Siemens & Halske Wernerwerk A.G.) / Pumpwerk nördl. d. Spree (E: Stadt Charlottenburg, V: Maschinenmstr. C. Horsche aus Magazinstraße 17) / Stätteplatz (E: Stadt Charlottenburg) / Urban & Lemm’sches Haus (E: Fabrikbes. O. Lemm aus Gatow a.H., T: Gastwirt J. Guggenberger, T: Chem. Fabrik Urban & Lemm; Mieter: Witwe L. Lemm, Kutscher Th. Masloff, Maschinist O. Nordwig, Prokurist E. Opitz, Werkführ. F. Stift) / Baustellen / (Tegeler Weg)“.
Nonnendammallee. In: Berliner Adreßbuch, 1918, Teil 5, Siemensstadt, S.822. „1-49 geh. zu Postbezirk Spandau / (Grenzstraße) / 60,61 Kläranlage / 62-79 (E: Siemens-Schuckert-Werke) Dynamowerke d. Siemens-Schuckert-Werke, Lehrlingsschule d.Siemens-Schuckert-Werke, Wärme-Verwert.Ges.m.b.H. / (Rohrdamm) / Wohnhäuser (E. Charlottenbg. Baugenossenschaft E.G.m.b.H.), 80: sieben Mieter, 81: acht Mieter, 81a: Wirtschaftsvereinigung Siemensstadt und 13 Mieter / (Wattstraße) / Wohnhäuser (sowie Hertzstr. 12 u. Wattstr. 4; E: Schlossermstr. C. Hille), 82: sieben Mieter, 82a: acht Mieter / (Hertzstraße) / 83 (s. auch Brunnenstr. 17 u. Hertzstr. 5; E: Witwe A. Düker) / (Brunnenstraße) / 84, 84a (s.a. Bödikersteig 7 u. Brunnenstr. 10; E: Bauuntern. P. Kühne) / (Bödikersteig) / 85 (s.a. Bödikersteig 5, 6 u. Voltastr. 7,8; E:Frau A. Mack aus Lichterfelde, acht Mieter), 85a (s.a. Bödikersteig 5, 6 u. Voltastr. 7,8; E: Märkische Bodengesellschaft m.b.H., vier Mieter) / (Voltastraße) / 86 (s.a. Märkischer Steig 7 u. Voltastr. 6; E: Märkische Bodengesellschaft m.b.H., 14 Mieter) / (Märkischer Steig) / 87, 87a (s.a. Märkischer Steig 6 u. Reisstr. 21; E. Frau A. Schwack aus Berlin, 15 Mieter) / (Reisstraße) / Wohnhaus (s.a. Hefnersteig 7 u. Reisstr. 20; E: Bauunternehmer H. Boll), 88: acht Mieter, 88a: elf Mieter / (Hefnersteig) / Baustellen / (Ohmstraße) // Gemarkung Charlottenburg // -(Mäckeritzstraße) / Mehrparteienhäuser (E. Charlottenbg. Baugenossenschaft E.G.m.b.H.), 89: sechs Mieter, 90: acht Mieter, 91: sieben Mieter, 92: Wirtschaftsverein Siemensstadt und sechs Mieter, 92a: neun Mieter, 92b: zehn Mieter, 92c: sieben Mieter, 92d: fünf Mieter, 92e: elf Mieter, 92f: acht Mieter, 93: acht Mieter, 93a: sechs Mieter, 93b: acht Mieter / (Brunnenstraße) / Mehrparteienhäuser (E: Architekt K. Tilgner aus Nr. 96), 94: 13 Mieter, 95: s.a. Halskesteig 2, Magistratsbüro Standesamt II und fünf Mieter, 96: s.a. Halskesteig 1, fünf Mieter / (Hertzstraße) / 97 (s.a. Hertzstr. 11 u. Wattstr.5; E:Nonnendamm Grundstück-G.m.b.H., Schwesternheim d. Siemens-Schuckertwerke und acht Mieter) / (Wattstraße) / 98: s.a. Kapellensteig 1 u. Wattstr. 12; E: Kfm. O. Prager aus Spandau, zehn Mieter / (Kapellensteig) / Mehrparteienhäuser: 99 s.a. Jungfernsteig 2 (E: Eigentümer Hafner), 13 Mieter; 100 s.a. Jungfernsteig 1 (E: Bauunternehmer A. Rudat), zwölf Mieter / (Rohrdamm) / 101-110 Verwaltungsgeb. d.Siemens-Schuckert-Werke (E: Siemens-Schuckert-Werke, V: Verwalter H. Redlich), T: Siemens & Halske A-G. Finanz Abt., T: Siemens Elektr. Betriebe Aktiengesellsch., T:Siemens’sche Familienbesitz-Verwaltg. G.m.b.H.; Siemens-Schuckertwerke Abt. f. elektr.Bahnen, Siemens-Schuckertwerke Abt. f. Industrie, Siemens-Schuckertwerke Abt. f. Kleinfabrikate, Siemens-Schuckertwerke Abt. f. Zentralen, Siemens-Schuckertwerke Finanz-Abt., Wärme-Verwert.Ges.m.b.H / 111: E: Stadtgemeinde Spandau, V: Pol.Wachtmstr. F. Bohm, Mieter: Laternenwärter F. Fredyk, Schlosser G. Kaboth, Reglerwärter R.Neumann / (Grenzstraße) / 112-175 geh.z. Postbez. Spandau“.
Nonnendamm in Charlottenburg. In: Berliner Adreßbuch, 1918, Teil 5, S.636(Die Abgrenzung von Nonnendammallee und Nonnendamm befindet sich 1918 (vor der Bildung von Groß-Berlin) an der Grenze zwischen dem Charlottenburger Stadtteil Nonnendamm und Siemensstadt im Stadtkreis Spandau).