1. Buch Mose (Genesis) 24,15 EU: „Rebekka […] war dem Betuël geboren worden, dem Sohn der Milka, die die Frau Nahors, des Bruders Abrahams, war.“ Anmerkung: Rebekka (Schwester von Laban) war die Tochter des Aramäers Betuël (Sohn von Abrahams Bruder Nahor) und Milka. Milka wiederum war die Tochter von Abrahams jüngerem Bruder Haran, sie war also die Nichte ihres Ehemannes Nahor (Onkel-Nichte-Heiraten sind auch später im Gesetz Mose nicht verboten, im Islam allerdings schon). Rebekka war also eine doppelte Parallel-Nichte 2. Grades von Isaak: sowohl über ihren Vater wie über ihre Mutter mit seinem Vater in der Seitenlinie blutsverwandt.
Rudi Paret: Koran Sure 4: Die Frauen. In: koransuren.de. Deutsche Koran Übersetzung, abgerufen am 21. Oktober 2013 (Paret, 1901–1983, war deutscher Philologe und Islamwissenschaftler, von ihm stammt die in Wissenschaftskreisen maßgebliche Übersetzung des Korans ins Deutsche; die Internetseite bietet den Vergleich zwischen 4 Übersetzungen): „Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, eure Töchter, eure Schwestern, eure Tanten väterlicherseits oder mütterlicherseits, die Nichten, […]“.
Siehe auch:
Kurt Rudolph: Der Koran – Kapitel 4 – Vierte Sure: Die Frauen. In: Projekt Gutenberg-DE. Abgerufen am 21. Oktober 2013 (Quelle: Reclam Verlag 1970): „Verwehrt sind euch eure Mütter, eure Töchter, eure Schwestern, eure Vatersschwestern und Mutterschwestern, eure Bruderstöchter und Schwestertöchter, […]“.
Hansjakob Müller u. a.: Medizinische Genetik. Familienplanung und Genetik. In: Schweizer Medizin Forum. Nr. 5, Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften, Basel 2005, S. 639–641, hier S. 640, Tabelle 2 Genetische Risiken bei Verwandtenehen (PDF-Datei; 123 kB; 3 Seiten): „Cousin-Cousine 1. Grades: 6 % | Cousin-Cousine 2. Grades:4 % [Risiko für nicht blutsverwandte Paare: 3 %] […] Studien haben gezeigt, dass die gemeinsamen Nachkommen von Verwandten höhere genetische Risiken tragen als diejenigen von Nicht-Verwandten. Bei Cousin und Cousine 1. Grades ist das Risiko für körperliche und geistige Behinderungen im Vergleich zum Risiko in der normalen Bevölkerung noch doppelt so gross.“
Rudi Paret: Koran Sure 4: Die Frauen. In: koransuren.de. Deutsche Koran Übersetzung, abgerufen am 21. Oktober 2013 (Paret, 1901–1983, war deutscher Philologe und Islamwissenschaftler, von ihm stammt die in Wissenschaftskreisen maßgebliche Übersetzung des Korans ins Deutsche; die Internetseite bietet den Vergleich zwischen 4 Übersetzungen): „Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, eure Töchter, eure Schwestern, eure Tanten väterlicherseits oder mütterlicherseits, die Nichten, […]“.
Siehe auch:
Kurt Rudolph: Der Koran – Kapitel 4 – Vierte Sure: Die Frauen. In: Projekt Gutenberg-DE. Abgerufen am 21. Oktober 2013 (Quelle: Reclam Verlag 1970): „Verwehrt sind euch eure Mütter, eure Töchter, eure Schwestern, eure Vatersschwestern und Mutterschwestern, eure Bruderstöchter und Schwestertöchter, […]“.
Brian Schwimmer: Lineage Endogamy / Parallel Cousin Marriage. In: Tutorial: Kinship and Social Organization. Department of Anthropology, University of Manitoba, Kanada, September 2003, abgerufen am 21. Oktober 2013 (englisch): „[…] there are a few marked cases of preferential marriages between fellow members of the same lineage. They are normally organized though the practice of parallel cousin marriage, usually between the children of two brothers, who are both members of their fathers’ patrilineage.“
Brian Schwimmer: Sagas of the Hebrew Patriarchs – Genealogy of the Hebrew Patriarchs and Matriarchs. In: Tutorial: Kinship and Social Organization. Department of Anthropology, University of Manitoba, Kanada, September 2003, abgerufen am 21. Oktober 2013 (englisch): „These well known legends provide illustrations of some basic principles of the ancient Hebrew social order along with some contradictory evidence on the dynamics of endogamy, inheritance, and succession. […] The delineation of the Israelites as a favoured peoples is determined through a process of lineage endogamy (inmarriage) […]“.
Gabriele Rasuly-Paleczek: Einführung in die Formen der sozialen Organisation (Teil 3/5). (PDF; 853 kB) Universität Wien, 2011, S. 128–129 und 138, abgerufen am 21. Oktober 2013: „Zum anderen bewirkt das verwandtschaftsterminologische System, welches in den meisten Fällen die Parallelcousins terminologisch mit den Geschwistern gleichsetzt (vgl. z. B. Iroquois-, Crow- und Omaha-System), dass diese Parallel-Cousins infolge des Inzesttabus als Heiratspartner nicht in Frage kommen, somit lediglich die Cross-Cousins, die nicht dem Inzesttabu unterliegen als Ehepartner möglich sind. (vgl. SCHUSKY 1965:S.60).“ S. 138: „In den meisten Gesellschaften werden die Parallel-Cousins mit den Geschwistern gleichgesetzt (vgl. z. B. Crow- und Omaha-System) und unterliegen damit dem Inzestverbot und können daher nicht geheiratet werden. […] die Heirat mit der patrilateralen Parallel-Cousin[e], die viel Aufmerksamkeit erregt hat, auch wenn sie nur in sehr wenigen Gesellschaften, z. B. im Nahen Osten (bei den Kurden, Arabern, Teilen der Turkvölker) vorkommt. (vgl. VIVELO 1981:S.243 und SEYMOUR-SMITH 1986:S.215)“.