Das Thema Sicherheit wird von einigen Zentralbanken (zuerst Bank of England 2014, 2015, dann IWF 2016) dahingehend thematisiert, dass allein die private Giralgeldschöpfung für Boom-Bust-Zyklen ursächlich verantwortlich sei. (Das Geld der Einleger bei privaten Geschäftsbanken, aufgrund der als getrieben postulierten Zyklen und des Insolvenzrisikos, unsicher sei.) Dem entgegnet die Deutsche Bundesbank (2017) wie folgt: „Trotz dieser die Geld- und Kreditschöpfung begrenzenden Faktoren wird die Geldschöpfung des Bankensystems durch Kreditvergabe mitunter als eine der Ursachen für Kreditbooms und darauffolgende Finanzkrisen gesehen. Während die Mehrheit den Ökonomen der Gefahr von kreditgetriebenen Boom-Bust-Zyklen durch makroprudenzielle Regulierung begegnen will, wurden bereits im Zusammenhang mit der Großen Depression in den 1930er Jahren auch Vorschläge diskutiert, die darauf abzielen, die Fähigkeit des Bankensystems zur Geldschöpfung zu eliminieren. Ein diesbezüglicher Ansatz sieht vor, die Banken zu zwingen, ihre Kundeneinlagen durch Zentralbankguthaben zu decken. Eine vollständige Deckung wäre beispielsweise durch einen Mindestreservesatz von 100% erreicht. Allerdings ist sehr fraglich, ob dies für sich genommen Finanzzyklen vermeidet – hierzu bedarf es weiterhin einer effektiven mikroprudenziellen Regulierung, einer konsequenten Aufsicht über den Bankensektor und einer makroprudenziellen Politik. Eine Anhebung des Reservesatzes auf 100% könnte darüber hinaus wichtige volkswirtschaftliche Funktionen des Bankensektors einschränken, was zu (realwirtschaftlichen) Effizienzverlusten führen dürfte.“ (S. 26) und S. 15: „Für Kritiker ist die Geldschöpfungskapazität des Bankensystems eine der zentralen Ursachen für destabilisierende Finanzzyklen und Finanzkrisen. Deshalb werden seit einiger Zeit Vorschläge diskutiert, die auf einer vollständigen Deckung von Einlagen durch Zentralbankgeld basieren und so die Kreditschöpfungsmöglichkeiten des Bankensektors begrenzen wollen. Es ist jedoch nicht erkennbar, dass diese Beschränkungen tatsächlich zu einem insgesamt stabileren Finanzsystem führen, als dies über eine zielführende Regulierung ohnehin auch möglich wäre.“ (Deutsche Bundesbank, Monatsbericht April 2017 [PDF]).
Das Thema Sicherheit wird von einigen Zentralbanken (zuerst Bank of England 2014, 2015, dann IWF 2016) dahingehend thematisiert, dass allein die private Giralgeldschöpfung für Boom-Bust-Zyklen ursächlich verantwortlich sei. (Das Geld der Einleger bei privaten Geschäftsbanken, aufgrund der als getrieben postulierten Zyklen und des Insolvenzrisikos, unsicher sei.) Dem entgegnet die Deutsche Bundesbank (2017) wie folgt: „Trotz dieser die Geld- und Kreditschöpfung begrenzenden Faktoren wird die Geldschöpfung des Bankensystems durch Kreditvergabe mitunter als eine der Ursachen für Kreditbooms und darauffolgende Finanzkrisen gesehen. Während die Mehrheit den Ökonomen der Gefahr von kreditgetriebenen Boom-Bust-Zyklen durch makroprudenzielle Regulierung begegnen will, wurden bereits im Zusammenhang mit der Großen Depression in den 1930er Jahren auch Vorschläge diskutiert, die darauf abzielen, die Fähigkeit des Bankensystems zur Geldschöpfung zu eliminieren. Ein diesbezüglicher Ansatz sieht vor, die Banken zu zwingen, ihre Kundeneinlagen durch Zentralbankguthaben zu decken. Eine vollständige Deckung wäre beispielsweise durch einen Mindestreservesatz von 100% erreicht. Allerdings ist sehr fraglich, ob dies für sich genommen Finanzzyklen vermeidet – hierzu bedarf es weiterhin einer effektiven mikroprudenziellen Regulierung, einer konsequenten Aufsicht über den Bankensektor und einer makroprudenziellen Politik. Eine Anhebung des Reservesatzes auf 100% könnte darüber hinaus wichtige volkswirtschaftliche Funktionen des Bankensektors einschränken, was zu (realwirtschaftlichen) Effizienzverlusten führen dürfte.“ (S. 26) und S. 15: „Für Kritiker ist die Geldschöpfungskapazität des Bankensystems eine der zentralen Ursachen für destabilisierende Finanzzyklen und Finanzkrisen. Deshalb werden seit einiger Zeit Vorschläge diskutiert, die auf einer vollständigen Deckung von Einlagen durch Zentralbankgeld basieren und so die Kreditschöpfungsmöglichkeiten des Bankensektors begrenzen wollen. Es ist jedoch nicht erkennbar, dass diese Beschränkungen tatsächlich zu einem insgesamt stabileren Finanzsystem führen, als dies über eine zielführende Regulierung ohnehin auch möglich wäre.“ (Deutsche Bundesbank, Monatsbericht April 2017 [PDF]).
Die EZB erklärt 2022, es gebe zwei Arten von Geld („There are actually two types of money“) und, statt von Buch- oder Giralgeld (als Forderungen auf Zentralbankgeld an die jeweilige Geschäftsbank) zu sprechen, verwendet sie unübliche Begriffe, nennt Giralgeld „privates“ Geld, das von privaten Banken bei (jeder) Kreditvergabe geschaffen würde. Vgl. ECB, 5. Oktober 2022: The digital euro and the importance of central bank money: „Commercial banks also create money. That’s actually what they do when they grant you a new loan and the money appears in your bank account. This kind of money is called private money. This also includes the balance you see on your bank statement and the savings in your account. The payments you make with your debit or credit cards, or via an online payment service, are all transfers of private money, because you are using money created by your bank.“ Vgl. Kreditmechanik.
Rat der Europäischen Union:Einheitliche Währung: Rat legt Standpunkt zum digitalen Euro und zur Stärkung der Rolle von Bargeld fest.19.Dezember 2025,abgerufen am 31.Dezember 2025:„Der Rat hat sich heute auf seine Verhandlungsposition zu wichtigen Vorschlägen zur Stärkung der Euro-Währung geeinigt, indem die Einführung eines digitalen Euro ermöglicht und der Status von Euro-Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel klarer definiert wird.“
Das Thema Sicherheit wird von einigen Zentralbanken (zuerst Bank of England 2014, 2015, dann IWF 2016) dahingehend thematisiert, dass allein die private Giralgeldschöpfung für Boom-Bust-Zyklen ursächlich verantwortlich sei. (Das Geld der Einleger bei privaten Geschäftsbanken, aufgrund der als getrieben postulierten Zyklen und des Insolvenzrisikos, unsicher sei.) Dem entgegnet die Deutsche Bundesbank (2017) wie folgt: „Trotz dieser die Geld- und Kreditschöpfung begrenzenden Faktoren wird die Geldschöpfung des Bankensystems durch Kreditvergabe mitunter als eine der Ursachen für Kreditbooms und darauffolgende Finanzkrisen gesehen. Während die Mehrheit den Ökonomen der Gefahr von kreditgetriebenen Boom-Bust-Zyklen durch makroprudenzielle Regulierung begegnen will, wurden bereits im Zusammenhang mit der Großen Depression in den 1930er Jahren auch Vorschläge diskutiert, die darauf abzielen, die Fähigkeit des Bankensystems zur Geldschöpfung zu eliminieren. Ein diesbezüglicher Ansatz sieht vor, die Banken zu zwingen, ihre Kundeneinlagen durch Zentralbankguthaben zu decken. Eine vollständige Deckung wäre beispielsweise durch einen Mindestreservesatz von 100% erreicht. Allerdings ist sehr fraglich, ob dies für sich genommen Finanzzyklen vermeidet – hierzu bedarf es weiterhin einer effektiven mikroprudenziellen Regulierung, einer konsequenten Aufsicht über den Bankensektor und einer makroprudenziellen Politik. Eine Anhebung des Reservesatzes auf 100% könnte darüber hinaus wichtige volkswirtschaftliche Funktionen des Bankensektors einschränken, was zu (realwirtschaftlichen) Effizienzverlusten führen dürfte.“ (S. 26) und S. 15: „Für Kritiker ist die Geldschöpfungskapazität des Bankensystems eine der zentralen Ursachen für destabilisierende Finanzzyklen und Finanzkrisen. Deshalb werden seit einiger Zeit Vorschläge diskutiert, die auf einer vollständigen Deckung von Einlagen durch Zentralbankgeld basieren und so die Kreditschöpfungsmöglichkeiten des Bankensektors begrenzen wollen. Es ist jedoch nicht erkennbar, dass diese Beschränkungen tatsächlich zu einem insgesamt stabileren Finanzsystem führen, als dies über eine zielführende Regulierung ohnehin auch möglich wäre.“ (Deutsche Bundesbank, Monatsbericht April 2017 [PDF]).